KONZERTKRITIKEN

Telemann/Bach, Ein feste Burg
05.11.2019

»DER KLANG DES REFORMATIONSTAGS«

Oratorienchor singt Telemann-Oratorium in Bielefelder Erstaufführung

„Unter dem übergeordneten Begriff ‚Ein feste Burg‛ erlebte das Publikum in der nahezu ausverkauften Oetkerhalle nicht nur eine ansprechende Wiedergabe der beliebten gleichnamigen Bach-Kantate und einer Motette Telemanns mit gleichen Namen. Im Mittelpunkt stand die Bielefelder Erstaufführung eines Reformationsoratoriums von Georg Philipp Telemann […] Der Wechsel von melodiösen, teilweise tonmalerischen Rezitativen, Arien, Chorsätzen und Chorälen wirkt belebend – und wurde hier von Enke und sämtlichen Ausführenden in stilistisch kundiger und spannender Tonsprache zu Gehör gebracht. […] Der Chor bekräftigte mit feierlichen Chorälen und Lobeshymnen, aber auch mit Jammern und Wehklagen die Aussagen der Solisten, zeigte sich klangfrisch in den Chorälen und von lichter Durchsichtigkeit auch noch in den doppelchörigen Passagen. […] Eine Abordnung der Bielefelder Philharmoniker zeigte einmal mehr, dass sie des historisch informierten Spiels kundig sind. […]‟

„Ein großer, hymnischer Abend, der vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht wurde.‟
 
 
WESTFALEN-BLATT vom 05.11.2019
 
 

»ORATORIENCHOR HEBT BAROCK-SCHATZ«

Der Oratorienchor gab ein außergewöhnliches Konzert in der Oetkerhalle mit Musik von G. Ph. Telemann

„[…] der Oratorienchor unter der Leitung von Hagen Enke hob damit einen barocken Schatz. Es ist gut, wenn immer wieder Stücke außerhalb des gängigen Konzertrepertoires erklingen. […] Da vermutlich die instrumentale Einleitung des Werkes verloren gegangen ist, lässt Chorleiter Enke die kurze Motette ‚Ein feste Burg‛ – passend zum Reformationsjubiläum – singen. Hier schon können die ca. 120 Sängerinnen und Sänger des Oratorienchors ihre Stärken zeigen: Punktgenaue Einsätze, beweglich in den Koloraturen (bei dieser Chorgröße nicht selbstverständlich), klare Intonation. […]
Nach der Pause geht es um den Choral ‚Ein feste Burg ist unser Gott‛ in Vertonungen von J. S. Bach […] Der Oratorienchor bestätigt hier seine Leistung, geradezu triumphal erklingt „Und wenn die Welt voll Teufel wär„: Über einem kunstvollen konzertanten Instrumentalsatz setzt Bach den Choral im Unisono der Stimmen: „so fürchten wir uns nicht so sehr„.‟

„Das begeisterte Publikum dankt mit anhaltendem Applaus für eine musikalische Entdeckung‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 05.11.2019
Mendelssohn Bartholdy, Elias
27.05.2019

»SPANNEND WIE EINE OPER«

Oratorium „Elias‟ mit empathischem Beifall bedacht

„Hagen Enke muss beim Einstudieren der Chorteile hervorragende Arbeit geleistet haben, denn der große Oratorienchor Bielefeld folgte seinem Dirigat mit bewundernswerter Präzision. […] Hagen Enke leitete aber nicht nur den Chor, sondern auch das Orchester und die Solisten sicher durch solche Szenen […]. Chor, Orchester und Solisten machten das Zuhören zu einem spannenden Erlebnis.‟

„Manchmal muss der Sprachkultur Vorrang vor der Klangkultur eingeräumt werden. Das zeigten überzeugend die leisen, aber vorzüglich artikulierten Passagen, die das Publikum in der Oetkerhalle bis in die letzten Reihen faszinierten.
Der großartige Gesamteindruck sorgte für lang anhaltenden empathischen Beifall.‟


WESTFALEN-BLATT vom 27.05.2019
Bach, Weihnachtsoratorium
24.12.2018

»ZUM JAUCHZEN«

Weihnachtsoratorium: Oratorienchor und Bielefelder Philharmoniker stimmen das Publikum in der proppenvollen Oetkerhalle auf die Feiertage ein

„Der Oratorienchor Bielefeld und die Bielefelder Philharmoniker haben vier Kantaten daraus […] aufgeführt und damit das Publikum zu enthusiastischem Applaus hingerissen.‟

„Hagen Enke animierte die Sängerinnen und Sänger zu wunderbaren Akzenten, so dass Passagen wie ‚stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an‛ unweigerlich das Herz mithüpfen ließen. Die Bandbreite an musikalischer Ausdrucksfähigkeit des Chores, vom sanften Legato bis zum kraftvollen Energico, beeindruckt. Überhaupt war der ausgewogene Chorklang eine Freude […]. Ob es Koloraturen in den Unterstimmen waren, die sehr schön durchklangen, oder die gepflegten Endungen, die keine Silbe einfach so versickern ließen, hier gebührt Chor und Leitung Hochachtung. Die Philharmoniker begleiteten schwungvoll vorangehend, den Chor bisweilen mittragend.‟

„Eine Offenbarung war das Werk ‚Serenity‛ von Ola Gjeilo, das als Brücke zwischen der ersten und vierten Kantate diente. […] ein Strahlen in Musik gefasst; ein Geschenk.‟

„Am Ende jauchzte das Publikum und bedankte sich mit Fußtrappeln und stehend gespendetem Applaus für eine wunderbare Einstimmung auf das Weihnachtsfest.‟
 
 
NEUE WESTFÄLISCHE vom 24.12.2018
 
 

»SELTEN GEHÖRTE EINDRINGLICHKEIT«

Weihnachtsoratorium wird gefeiert

„Die strahlenden Gesichter der Künstler und der nicht enden wollende Beifall der Zuhörer kündeten von der allgemeinen Begeisterung für eine ungewöhnliche Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach.‟

„Der Chorleiter gab im Verlauf des Abends jedem Choral in einer selten gehörten Eindringlichkeit die jeweilige Bedeutung. So könnte er es sich sogar leisten, alle Kantaten von I bis VI in einem Block aufzuführen, ohne das Publikum zu überfordern. Seine Mitstreiter konnten da ohne weiteres mithalten […].‟

„Die Bielefelder Philharmoniker steigerten mit ihren […] Solisten die insgesamt begeisternden Leistungen, die das Publikum in der voll besetzen Oetkerhalle mit Ovationen quittierte.‟

Zu „Serenity‟: „Der Oratorienchor unter der Leitung von Hagen Enke vollbrachte mit der Wiedergabe eine Meisterleistung an Klangschönheit und Intonationsreinheit. Selbst nach einer längeren Passage ohne Violoncello hatte der Chor nichts von seiner Tonhöhe verloren.‟


WESTFALEN-BLATT vom 24.12.2018
Jenkins, The Peacemakers
07.05.2018

»VIELSTIMMIGER FRIEDENSAPPELL«

Oratorienchor reißt Publikum mit Karl Jenkins „The Peacemakers‟ von den Stühlen

„Der Chor gewann neue Freunde, überraschte die alten und löste insgesamt unter seinen Zuhörern eine Euphorie seltenen Ausmaßes aus.‟

„In der Summe entsteht ein vielstimmiges Friedensgebet, das zu Herzen geht, zumal die Ausführenden unter der Leitung von Hagen Enke mit hochstehender Präzision und Einfühlungsgabe zu Werke gingen.‟

„Neben den nuanciert agierenden Chören setzte Hasti Molavian mit schlank geführtem Mezzosopran berührende Akzente. Die Bielefelder Philharmoniker empfahlen sich in sämtlichen Stimmgruppen durch lebendig-atmendes Spiel, wobei speziell die Schlagwerker alle Register ihrer Kunst ziehen konnten.‟

„Nach der abschließenden Friedenshymne tobte der Saal.‟
 
 
WESTFALEN-BLATT vom 05.05.2018
 
 

»GROSSE WORTE, GROSSE GEFÜHLE«

„Außergewöhnliches Chorkonzert: Der Oratorienchor der Stadt und viele weitere Mitwirkende führten Karl Jenkins’ Oratorium ‚The Peacemakers‛ auf. Das Publikum spendete frenetischen Applaus‟

„In der vollbesetzten Oetkerhalle erklang nun sein Oratorium ‚The Peacemakers‛, alle Beteiligten – Bielefelder und internationale Künstler unter der souveränen Leitung von Hagen Enke – wurden am Ende frenetisch gefeiert.‟

„Die Mitglieder des Oratorienchors, begeistert von der Sache, werden ihrer Aufgabe mehr als gerecht.‟

„Es wäre schön, könnte eine solche Veranstaltung nachhaltig wirken: Interesse für Chormusik bei einem breiteren Publikum wecken, kulturelle Zusammenarbeit im musikalischen Bereich und in der Friedensarbeit fördern‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 07.05.2018
Dvořák, Requiem
20.11.2017

»LEBENDIGES PLÄDOYER FÜR DVOŘÁKS REQUIEMVERTONUNG«

Oratorienchor, Solistenquartett und Philharmoniker überzeugen

„Ihnen allen gelang ein engagiertes, lebendiges Plädoyer für Dvořáks Requiem, wobei Hagen Enke mit Sinn für die kraftbegabte, dramatische Geste lenkte, ohne die innigen Momente und den lyrischen Ton zu vernachlässigen.‟

„Allen voran der Oratorienchor, der trotz seiner großen Dimensionierung charaktervolle Piani zustande brachte und diese zu größter Intensität und Wucht steigerte. Ausgewogen in den Stimmen, klar und konzentriert meisterte der Chor sämtliche Anforderungen bis hin zu den schlichten A-cappella-Passagen vorbildlich.‟

„Weitere bewährte Kräfte dieser vom Publikum mit reichem Applaus bedachten Ensemble-Leistung waren die Philharmoniker, die in allen Instrumentengruppen hochpräzise und mit affektverliebter Zuspitzung aufspielten, sowie vier großartige Solisten.‟


WESTFALEN-BLATT vom 20.11.2017
Bach, Matthäus-Passion
18.04.2017

»BESEELTE KLANGREDE BIS ZUM LETZTEN TON«

Oratorienchor reüssiert mit Bachs Matthäus-Passion

„Hagen Enke und seinem Oratorienchor gelange es … das Publikum über die Dauer von mehr als drei Stunden zu fesseln. Mit einer Maßstäbe setzenden Wiedergabe, die inständigen Glaubensstreit mit rhetorischer Beredsamkeit und oratorischer Dramatik auf Schönste verbinden wusste.‟

„Sekunden der Stille gingen einem Applaus-Sturm voran, bei dem sich die Begeisterung des Publikums Bahn brach.‟


WESTFALEN-BLATT vom 18.04.2017
Monteverdi, Marienvesper
29.11.2016

»EINE GROSSARTIG PRAGMATISCHE MARIENVESPER«

„So ein Werk in einem Konzertsaal mit einem groß besetzten Oratorienchor und in der Hauptsache modernen Instrumenten aufzuführen, ist ein Wagnis. Hagen Enke hat es mit viel Einfallsreichtum bestanden.‟

„Die Sängerinnen und Sänger des Oratorienchors nahmen die für das übliche Chorrepertoire ungewöhnliche Musik präzise und aufmerksam an, genauso wie die Musikerinnen und Musiker der Bielefelder Philharmoniker.‟

„Am Ende stand eine durchgängig starke, spannende, farbige und überzeugende Ensembleleistung für ein mehr als 400 Jahre altes Werk, dessen Klanglichkeit mit den heute im üblichen Konzertbetrieb zur Verfügung stehenden Mitteln nur schwer vermittelt werden kann. Hagen Enke hat das geschafft.‟

„Das Publikum in der ausverkauften Halle dankte mit langanhaltendem Applaus.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 29.11.2016
Bach, Weihnachtsoratorium
21.12.2015

»FROHLOCKENDES PREISEN«

„Der Leiter des Oratorienchores hatte seine Compagnie […] klangfrisch und wendig aufgestellt, was auf exzellente Probenarbeit schließen lässt.‟

„Selbst in den melismenreichen Chören gelang es den Sängerinnen und Sängern, gestalterische Vorgaben und chorische Tugenden mustergültig in Einklang zu bringen.‟

„Zu einer runden Sache trugen bewährte Kräfte bei […] Neben strahlendem Tropengeschmeide […] überzeugten sämtliche Instrumentalsolisten durch akzentuierte Gesanglichkeit als gleichberechtigte Partner der Gesangssolisten.‟

„Das Publikum zeigte sich von all dem hingerissen.‟
 
 
WESTFALEN-BLATT vom 21.12.2015
 
 

»EIN GESCHENK VOR DER BESCHERUNG«

„… was blieb war der Eindruck purer Glückseligkeit, den die Sängerinnen und Sänger transportierten. Hier wurde gejauchzt und frohlockt und mit sinnig ausgestalteter Dynamik gesungen. Die Philharmoniker begleiteten den Chor mit luftiger Leichtigkeit und über allem triumphierten die Trompeten.‟

„Ein solcher Ausdrucksreichtum ist bei Laienchören selten und zeugt von ausgezeichneter Probenarbeit.‟

„Hier wurde nicht nur Musik gemacht, sondern eine Geschichte erzählt.‟

„Ergänzt wurde der Eindruck von den vier starken Solisten …‟

„Für den Abend spendete das Publikum anhaltenden Applaus mit Fußgetrappel und Standing Ovations.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 21.12.2015
Orff, Carmina Burana
05.10.2015

»SCHICKSALSMACHT UND SINNENRAUSCH«

Oratorienchor beschenkt Publikum mit einer klangwuchtigen Aufführung der Carmina Burana

„Fortuna muss es gut gemeint haben, als sie dem Oratorienchor die Carmina Burana von Carl Orff in die Hände spielte.‟

„Dass daraus ein Festschmaus nicht nur für die Ohren, sondern auch die Augen erwachsen würde, lag dann weniger an der Macht des Schicksals, als am profunden Können des
Oratorienchores und seiner Partner.‟

„Wucht und Klangzauber entfalteten die Bielefelder Philharmoniker in glitzernden Orchesterfarben und mit einer Durchhörbarkeit, die vom Oratorienchor kongenial gestützt wurde. Ob derbe Lust oder sinnliche Schönheit, ob mitreißender Rausch oder tänzelnde Leichtigkeit – der stimmlich bestens präparierte Chor meisterte sämtliche Anforderungen in beneidenswerter Wendigkeit und mit klanglicher Frische, wobei auch die geschliffene, pointierte Artikulation der Suggestionskraft der Lieder sehr dienlich war.‟

„Bewegt zeigte sich am Ende auch das Publikum in der ausverkauften Oetkerhalle. Es ließ die Akteure mit Standing Ovations hochleben.‟
 
 
Westfalen-Blatt vom 05.10.2015
 
 

»STIMMGEWALTIGER AUFTRITT ZUM JUBILÄUM«

„Mit Verve führt Enke den Gesang des stimmgewaltigen, versierten Chors – bestehend aus 150 Sängerinnen und Sängern – mit dem vielschichtigen Orchesterklang der Bielefelder Philharmoniker zusammen.‟

„Nach Minuten langem Applaus und Standing Ovations geben Chor, Orchester und Tänzer unter Leitung von Hagen Enke als Zugabe noch einmal ‚Were diu werlt alle min‛, das Schlusslied des Frühlings.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 05.10.2015
Mozart und Bach
14.03.2015

»KRÖNUNGSMESSE ALS BRAVOURSTÜCK«

Oratorienchor singt in der Oetkerhalle

„[Ich hatte viel Bekümmernis] Die von Hagen Enke gewählte Fassung, vor allem aber die vorzügliche Wiedergabe durch den Oratorienchor, das Quartett der Gesangssolisten und die Mitglieder der Bielefelder Philharmoniker dürften seinen [Johann Sebastian Bachs] Beifall gefunden haben. Die Zuhörer in der gut besuchten Oetkerhalle waren zu Recht begeistert.‟

„Der Dirigent hat dem Riesenchor in gründlicher Probenarbeit einen erstaunlichen Feinschliff gegeben und versteht es zudem, den Tutti-Instrumentalisten des Orchesters ein erfrischend lebendiges und präzises Spiel zu entlocken‟

„[Krönungsmesse] Hagen Enke und seine bewährten Künstler führten sie so temporeich und prachtvoll auf, dass man denken konnte, Mozart hätte sie wirklich zum Krönungszwecke geschrieben. Sie gaben ihr dadurch teilweise den Anschein eines Bravourstückes, wenn da nicht das »Agnus Dei« gewesen wäre. Wieder waren es Thomas Bogdan und Cornelie Isenbürger, die dem Werk am Schluss die Tiefe und Innigkeit verliehen, die der Komposition innewohnt und ihren Wert und ihre Beliebtheit begründet.‟

„Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt.‟


WESTFALEN-BLATT vom 14.03.2015
Händel, Messiah
24.10.2014

»GEISTLICHE UNTERHALTUNG«

Oratorienchor setzt Maßstäbe mit „Messiah‟

„Eines der meistgespielten Werke der Oratorienliteratur so darzubieten, dass das Publikum über die Dauer von fast drei Stunden gefesselt bei der Stange bleibt und aus einem viel gehörten Stück neue Eindrücke mit nach Hause nimmt, ist eine Kunst. Hagen Enke und seinem Oratorienchor ist dieses Meisterwerk mit der Aufführung von Georg Friedrich Händels ‚Messias‛ in beglückender Weise gelungen. 1200 faszinierte Hörer erlebten das Werk in der Oetkerhalle und verliehen ihrer Begeisterung mit Bravo-Rufen und Standing Ovations Ausdruck.‟

„Die wohl größte Überraschung des Abends war indes, dass sich der mit 150 Sängerinnen und Sängern besetzte Oratorienchor über Strecken mit der fokussierten Schlankheit eines Kammerchores vernehmen ließ und die interpretatorischen Vorgaben mit großer Beweglichkeit, präziser Textdeklamation, klanglicher Balance und Noblesse umsetzte.
Bereits das lichtdurchflutete, tänzelnde ‚And the glory of the Lord‛ ließ aufmerken. Schön auch die Tragfähigkeit und Genauigkeit der einzelnen Stimmlagen in ritardierten Schlüssen (‚This yoke is easy‛, ‚All we like sheep have gone astray‛), die Klarheit der Fugen oder die Geschlossenheit im mit Verve präsentierten Hallelujah-Chor, der den Enthusiasmus der Gemeinde in beseelter Klangpracht widerspiegelte. Bis zum abschließenden ‚Amen‛-Chor, angestimmt als Gebet, beendet nach einer eindringlichen Generalpause als opulenter Hymnus – präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger in stimmlicher Bestform.‟

„Hut ab, vor einer insgesamt reifen Glanzleistung.‟
 
 
WESTFALEN-BLATT vom 24.10.2014
 
 

»TÖNE EWIGER ERLÖSUNG«

Oratorienchor erntet stehend gegebene Ovationen

„Am Ende lässt das jubelnde Publikum das Ensemble aus Oratorienchor und den Bielefelder Philharmonikern nicht ohne Zugabe von der Bühne der Oetkerhalle. Mit welcher Strahlkraft der Sängergemeinschaft erneut die Erlösung der Menschen durch den Messias im ‚Hallelujah‛ zum Ausdruck bringt, ist schon königlicher Ehren wert. Unüberhörbar ist es der Chor, der neben der von Händel im ‚Messiah‛ so einzigartig erzählten christlichen Heilsgeschichte gefeiert wird.

Noch bemerkenswerter ist, dass der Chor bis zuletzt die Spannung halten kann, über weite Strecken eine artikulatorische Präzision, einen flexiblen wie durchsichtigen Klang offenbart und es angesichts der 120-köpfigen Besetzung auch an dynamischem Ambitus nicht mangeln lässt. Das liegt vor allem an der soliden Stimmarbeit und peniblen Zeichengebung von Chorleiter Hagen Enke.

Zu erwähnen seien etwa der intensive Ausdruck in ‚Surely he hath borne our griefs‛, ‚Lift up your heads‛ und ‚Since by man came death‛ (hier a capella). Auch die allseits bekannten Jubelchöre wirken in ihrer Stimmgewalt stets kontrolliert und ausbalanciert.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 24.10.2014
Rachmaninow und Beethoven
14.04.2014

»IM RAUSCH DES GLOCKENKLANGS«

Oratorienchor begeistert mit Bielefelder Erstaufführung

„Die Bielefelder Erstaufführung durch den Oratorienchor, die Bielefelder Philharmoniker und Gesangssolisten löste am Freitagabend in der Oetkerhalle beim Publikum Begeisterungsstürme aus.

All dies wurde auf orchestraler Seite mit nicht nachlassender Präzision und nuancenreicher Akzentsetzung zu einem apokalyptischen Klanggemälde zusammengefügt. Der Chor fügte dem Geschehen mit bemerkenswerter Wendigkeit und Tonreinheit eine weitere Klangfarbe hinzu. […]

Die chorische Brillanz wurde vorab mit einem orthodoxen A-cappella-Werk, einem Ave Maria aus einer Rachmaninow-Vesper, unterstrichen. Da konnte der monumentale Chor mit seinen 130 Mitgliedern mittels dynamisch ab- und abschwellender Schattierungen, mit Klangbrillanz und klarer Linienführung punkten und begeistern.

Der Passionszeit trugen die Ausführenden Rechnung mit einem ebenfalls selten im Konzertsaal zu hörenden Werk: Beethovens Oratorium ‚Christus am Ölberge‛ behandelt einen szenenartig aufgebauten Ausschnitt aus der Passionsgeschichte. Die Verlassenheit und Ängste Jesu im Garten Gethsemane stehen dabei in einem reizvollen Kontrast zur dramatischen Gefangennahme. In die fast operndramatische, sehr lebendige, dabei in jedem Takt gefühlvolle Darbietung fügte sich hierbei Christin Mollnar in der Rolle des Seraph mit kristallklarem, mitfühlendem Sopran ein.

Riesenkompliment an alle!‟


WESTFALEN-BLATT vom 14.04.2014
Saint-Saëns und Gounod
26.11.2013

»VON INTIM BIS THEATRALISCH«

Oratorienchor singt geistliche Musik

„Begonnen hatte der Abend mit einer sehr feinfühligen Wiedergabe des Requiems. Unter der Leitung von Hagen Enke zeigte der zirka 100 Mitglieder starke Chor gerade durch seine Zurückhaltung und Gesangsdisziplin die vielen versteckten Schönheiten der Partitur auf. […]

Die nach der Pause gespielte Cäcilienmesse von Gounod ist gegenüber dem Requiem des Zeitgenossen Saint-Saens wesentlich theatralischer. Zwar fehlen ihr keineswegs die innigen Momente, aber große Klangsteigerungen vom zarten Ausdruck der Demut bis zum kraftvollen Bekenntnis der Größe Gottes sind hier charakteristisch. Längere Solopassagen der Gesangssolisten, bei denen Thomas Berau mit seiner besonders kultivierten Stimme herausragte, der wirkungsvolle Einsatz der Instrumentalsolisten, von den Holzbläsern über das Solohorn (Hartmut Welpmann) bis zu Pauke und Becken sorgten für eine aufregende Wiedergabe einer abwechslungsreichen Komposition.

Der auch hier präzise dem überlegenen Dirigat von Hagen Enke folgende Chor, […], die Gesangssolisten und die Bielefelder Philharmoniker boten insgesamt eine Leistung von Format, die als solche zurecht großen Beifall des zahlreichen Publikums fand.‟


WESTFALEN-BLATT vom 26.11.2013
Dvořák, Stabat Mater
02.04.2013

»AUS TIEF EMPFUNDENEN MITGEFÜHL«

Oratorienchor glänzt mit „Stabat Mater‟

„Und so erlebte das Publikum am Karfreitag eine wahrhaft zu Herzen gehende Aufführung, die die orchestrale und verbale Konkretisierung von Schmerz, Frömmigkeit, wehmütiger Hoffnung und Trost mustergültig zum Ausdruck brachte.‟

„Das Ergebnis war in einem positiven Sinne erschütternd.‟

„Über die nuancierte Empfindsamkeit, die hier von den weit über hundert Sängerinnen und Sängern zu Gehör gebracht wurde, konnte man nur staunen. Mit seiner klanglichen Frische und Homogenität sowie seiner artikulatorischen Verständlichkeit setzte der Oratorienchor nicht nur Maßstäbe, sondern erwies sich auch als einfühlsamer Sprachgeber für die wechselnden Stimmungsbilder des Werks. Wie sich die Mannschaft im ‚Stabat mater dolorosa‛ vom zarten Pianissimo langsam zum Forte steigerte, wie flexibel man im ‚Sancta mater, istud agas‛ vom Demutsmodus in inständiges Flehen überwechselte, wie präzisionskantig und rein die ‚Virgo Virginum‛-Klage vorgetragen wurde oder man sich geschlossen ins Crescendo des abschließenden ‚Amen‛-Jubels einfügte – all dies festigte den Eindruck einer reifen Werkerarbeitung.‟

„Nach Sekunden der Ergriffenheit brach sich die Begeisterung des Publikums in lang anhaltenden Ovationen Bahn.‟
 
 
WESTFALEN-BLATT vom 02.04.2013
 
 

»ERGREIFENDER AUFTRITT«

Oratorienchor mit Dvorák’s „Stabat mater‟ in der Oetkerhalle

„Haupt-Ohrenmerk galt natürlich dem von ihm hervorragend aufgestellten Oratorienchor. Den Gesamtklang aus 140 Kehlen zeichnete eine polierte Klarheit und Nuanciertheit aus, die im ‚Doloroso‛ des raumgreifenden Eingangssatzes schwellende Geschmeidigkeit atmete und sich aus inständiger Verhaltenheit bis zum sonoren Schmerzensschrei steigerte. Tiefste Anteilnahme und tröstliche Zuversicht fanden im Weiteren ebenso reich schattierten Ausdruck wie die Suggestion von inniger Heiterkeit im Dreiertakt oder mehr volksmelodisches (Nach-)Empfinden in den Sätzen 4 und 6. Und die Nagelprobe der fast reinen A-cappella-Gesangsstrophe ‚Virgo virginum‛ gelang Hagen Enkes Chor-Klangkörper in Respekt gebietend plastischer Ausformung.‟

„Eine beeindruckende und vom Publikum gefeierte Aufführung.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 02.04.2013
Lully und Bach
24.12.2012

»MIT FRANZÖSISCHER LEICHTFÜSSIGKEIT«

Tosender Beifall für den Oratorienchor unter Hagen Enke in der Oetkerhalle

„Hagen Enke ging das stilecht so atemberaubend vif an, dass mitunter selbst exzellente Philharmoniker kaum nachkommen. Umso staunenswerter, mit welcher Wendigkeit und tonschlanken Präsenz der riesige Oratorienchor die Vorgaben meisterte. Auch die Auffächerung in zwei raffiniert verschiedenen Teilchören voll sopranfunkelnder Zierfertigkeit zeigte ihn singgemeinschaftlich tipptopp bei Stimme und hochanimiert.

Der berühmte Eingangschor hob dann an, als habe der Thomaskantor bei Lully studiert. Französische Stilistik ist ja wesentlicher Bestandteil Bachscher Musik, wie auch weite Oratoriums-Teile ursprünglich kurfürstliche Huldigungsmusik waren. Paukenwirbel, Trompetengefunkel (drei Blechbläser in Hochform) und Saitenglanz ließen exakt dieselbe höfische Eleganz, das ‚Jauchzet, frohlocket‛ ganz inwendigen Glanz und wie das tänzerisch untermauerte ‚Dienet dem Höchsten‛ viel subtiles Phrasieren hören.

Enke hält diesen leichtfüßigen Bach-Ton konsequent bis hin zu letzter Rasanz in ‚Herrscher des Himmels‛ durch, das Orchester zu ausgefeilter Delikatesse (in der Hirtensinfonia) an und die Arien denkbar flüssig. Die Choräle kommen ohne jede Kantoren-Romantik, jeder in Klang und Dynamik nachdrücklich profiliert, in ‚Er ist auf Erden kommen arm‛ berührte die lichte Reinheit der ‚Chorinis‛.‟

„Die Freude über so hochwertige weihnachtsoratorische Qualität und die starke künstlerische Visitenkarte des „Neuen‟ tat sich in tosendem Beifall kund.‟
 
 
NEUE WESTFÄLISCHE von 24.12.2012
 
 

»BESCHERUNG À LA HAGEN ENKE«

Der Oratorienchor stimmt das Publikum in der Oetkerhalle auf Weihnachten ein

„Was sich nach Hagen Enkes Dirigierdebüt am Freitagabend in der ausverkauften Oetkerhalle sagen lässt, ist so eindeutig wie glasklar: Der Oratorienchor hat mit Hagen Enke einen würdigen Nachfolger für Hartmut Sturm engagiert.‟

„So schwungvoll, leichtfüßig tänzelnd, dazu klar umrissen in klangfarblicher Pracht bekommt das Publikum Bachs beliebtes Kantatenwerk nur selten zu hören.‟

„Auf Seiten des Oratorienchors und der am Theater beheimateten Chorinis wurde der von Enke vorgegebene Enthusiasmus hervorragend mitgetragen. Neben chorischer Klangfrische und stimmlicher Beweglichkeit in den Jubelchören konnte der Chor vor allem in den Chorälen sein großes Gestaltungspotenzial ausspielen.‟


WESTFALEN-BLATT vom 24.12.2012
Mendelssohn, Paulus
19.03.2012

»ORATORIENCHOR GLÄNZT ZUM ABSCHIED«

Leiter Hartmut Sturm geht mit Mendelssohns „Paulus‟

„Auf seinen Chor kann sich der Leiter verlassen. Die weit über hundert Mitglieder beherrschen die stilistische Bandbreite vom hetzenden Volkschor über den inniglich verherrlichenden Freudenchor bis hin zum stimmungsvollen Choral aus dem Effeff.

Ausgestattet mit herausragenden und hervorstechenden Sopranstimmen sowie Sängern und Sängerinnen, die die dynamisch-agogischen Vorgaben reaktionsschnell und deutlich artikulierend umsetzen, lässt es sich wohl arbeiten.

Und so sorgten etwa der knackige Turba-Chor ‚Steiniget ihn!‛ wie auch der feierlich und getragen vorgebrachte ‚Wachet auf!‛-Choral für den ein oder anderen Gänsehauteffekt. Hervorzuheben ist auch der frische und appellative Charakter mit dem die Chorschar ‚Mache dich auf, werdeLicht‛ zum Besten gab.‟
 
 
Westfalen-Blatt vom 19.03.2012
 
 

»NACHSCHWINGENDER ABSCHIED«

Hartmut Sturm beendete mit „Paulus‟ eine Ära

„Der einnehmend harmonische und lebendige Gesamtklang hat im geschmeidigen Glanz der Soprane (beispielhaft das programmatisch-zentrale ‚Mache dich auf, werde Licht!‛ samt ‚Wachet auf!‛-Choral) seine schönste Stärke. Tenöre und Bässe stehen in der schönsten vielfältigen Fugen-Polyphonie mit untadeliger Präsenz ihren Mann, wobei die ‚Erdkreis‛-Doppelfuge noch durch deklamatorisch ausgefeilte Tiefenschärfe herausragte. Gestisch pointiert auch die (im Volkssport des Steinigens einigen) Chöre der Juden und Heiden; innig schön die Chorelegie ‚Wir preisen selig‛ und die Pastorale ‚Wie lieblich sind die Boten‛, während das Motto des der ersten Finalchors ‚O welch eine Tiefe des Reichtums‛ auch klangliche Bestätigung fand.‟


NEUE WESTFÄLISCHE vom 19.03.2012

ERWÄHNUNGEN
IN DER PRESSE

Auszeichnung des Oratorienchores für anspruchsvolle Konzertarbeit
Pressemitteilung vom 01.06.2018
Oratorienchor erhält „Stern der Woche”
Neue Westfälische vom 10.10.2015
Interview mit Hagen Enke
Neue Westfälische vom 06.12.2012
Stern der Woche für Hartmut Sturm
Neue Westfälische vom 04.02.2011

ZUM ARTIKEL