»Eine Interpretation und Wiedergabe erster Güte«
Oratorienchor präsentiert Haydns „Schöpfung“ in galanter Schönheit
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„Fesselnd von der ersten Sekunde an, wunderbar beseelt auf die Empfindsamkeit und Bildkraft der Musik setzend, gestalteten Oratorienchor und Bielefelder Philharmoniker im Verbund mit einem hochklassigen Solistentrio am Reformationstag eine mustergültige Aufführung von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.
Unter der detailreichen Leitung und Einstudierung von Hagen Enke erlebte das Publikum in der fast ausverkauften Rudolf-Oetker-Halle eine lebendige Werkwiedergabe, die pulsierendes Leben in allen musikalischen Facetten aufbot.‟
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„Mit klanglicher Frische und Verve erfreute die Chormannschaft von Nummer zu Nummer, wobei Hagen Enke den Chorsatz mittels präziser dynamisch-agogischer Akzente belebte, die sich stets aus der textlichen Aussage ergaben und somit frei von Dogmen und Ideologien einer bestimmten Aufführungspraxis waren. Weder die musikalischen Parameter verharmlosend noch übertreibend, klang diese „Schöpfung“ wunderbar natürlich und plastisch.‟
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„Gekrönt wurde dieser imposante Schöpfungsabend, bei dem jede einzelne Nummer applauswürdig gewesen wäre, durch ein philharmonisches Orchester, das den musikalischen und lautmalerischen Reichtum der Partitur bis in die kleinesten Verästelungen zu Gehör brachte. Ob strukturgebende Streicher oder lautmalende Holzbläser-Solisten – hier wurde die Klangfülle der Haydnschen Schöpfung strahlend, glitzernd, auftrumpfend und emotional feinfühlig heraufbeschworen.‟
„So durchlebte das Publikum 105 erhebende, atemberaubend schöne Minuten, deren energetische Spannung sich am Ende mit überbordendem Applaus und anderen lautstarken Beifallsbekundungen entlud. Hut ab!‟
Westfalen-Blatt vom 04.11.2025
»Haydns Schöpfung mit Hingabe präsentiert«
Beherrscher und Walter dieser Klangmassen war der langjährige Leiter des Bielefelder Oratorienchors, Hagen Enke. Die Bielefelder Philharmoniker bewiesen sich einmal mehr als Meister ihres Fachs.
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„Und schon bei der düsteren Einleitung, der orchestralen Darstellung des Chaos – für heutige Ohren klingt es gar nicht mehr so chaotisch – ließ sich Enkes musikalische Handschrift erkennen: ein klares
und unaufgeregtes Dirigat, das den jeweiligen Orchesterteilen großzügige Möglichkeiten einräumt, sich zu entfalten, führte langsam und leise auf die erste Chorpartie hin, bei der die Sängerinnen und Sänger sich in der Genesis-Zeile „und es ward…“ zurücknehmen, um dann das „Licht“ im gewaltigen Fortissimo
erschallen zu lassen. Das ist einer der erhebendsten Momente der Oratorienhistorie überhaupt, und sicherlich für die 60 hinzugekommenen Sängerinnen und Sänger, die hier mitsingen konnten, ein unvergesslicher Moment.
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„Die Bielefelder Philharmoniker bewiesen sich einmal mehr als Meister ihres Fachs, souverän und spielfreudig, glänzende Streicher und ausgesprochen spielfreudige Holzbläser, die sicherlich an ihren Partien bei der Darstellung der Tiere großen Spaß hatten. Und 180 Sängerinnen und Sänger, die mit Hingabe die Haydn-Chöre intonieren, die erzielten schon ihre Wirkung! In einem passte sich das Bielefelder Publikum den damaligen Wiener Musikbegeisterten an: sie klatschten zum Ende des ersten und zweiten Teils eher vorsichtig (die Wiener waren da seinerzeit forscher) und würdigten diese Aufführung der „Schöpfung“ mit einem formidablen Schlussapplaus. ‟
NEUE WESTFÄLISCHE vom 04.11.2025

