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Konzert

22.12.2006 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

 
Magnificat
  Weihnachtsoratorium I-III

   Johann Sebastian Bach

Ausführende:
   Cornelie Isenbürger, Sopran
   Yvi Jänicke, Alt
   Victor Schiering, Tenor
   Peter Schüler, Bass
   Oratorienchor der Stadt Bielefeld
   Bielefelder Singschul´
   Philharmonisches Orchester der Stadt Bielefeld
   Leitung: Hartmut Sturm


Magnificat D-Dur
Johann Sebastian Bach BWV 243


Unser nächster Termin

Pressestimmen
 

Johann Sebastian Bach
Bachs Magnificat entstand in einer ersten Fassung in Es-Dur für die Weihnachtszeit 1723 in seinem ersten Jahr als Thomaskantor zu Leipzig. Aus der Vielzahl an Kompositionen ist das Magnificat ein in jeder Hinsicht herausragendes Werk. 1733 überarbeitete Bach die Komposition zur heute mehrheitlich aufgeführten D-Dur-Fassung. Der Eingangschor »Magnificat anima mea« (Meine Seele erhebet den Herrn) ist ein brausender Jubel der Instrumente und des 5-stimmigen Chores. Die anschließende Mezzosopran-Arie behält diese freudige Stimmung bei, während der Sopran das »Quia respexit ...« (Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen) darauf demütig-gläubig vorträgt, und der Chor mit Orchester mit dem »Omnes generationes« (Alle Generationen) das Werk fortsetzt.
Links zu J. S. Bach
  Bach-Institut Göttingen

  J. S. Bach Homepage
  
(Englisch)

  Bach MIDIs
Nach einer Bass-Arie und einem Alt-Tenor-Duett singt der Chor erneut mit herrlichen Koloraturen »Fecit potentiam« (Er übet Gewalt). Tenor- und Alt-Arien folgen und der Frauenchor verkündet »Suscepit Israel puerum suum« (Er nimmt Israel als seine Diener an). Ein »Sicut locutus est« (Wie er geredet hat) führt darauf mit einem ekstatischen fünfstimmigen »Gloria patri« (Ehre sei dem Vater) zum Schluss, der das Thema des Anfangs wieder aufnimmt.  


Weihnachts-Oratorium
Kantaten I - III
Johann Sebastian Bach BWV 248

Bachs Beschäftigung mit dem Weihnachts-Oratorium fällt in eine Zeit, in der sein umfangreiches Kantatenwerk im wesentlichen bereits abgeschlossen war. Offenbar suchte er in den mittleren Leipziger Schaffensjahren nach einer unmittelbaren Synthese von 
Evangelienlesungen und Kirchenmusik. Bei dieser Komposition wich er zugunsten einer fortschreitenden Handlung jedoch mehrfach von den vorgeschriebenen Evangelienlesungen ab.
Über die Entstehungszeit sind wir sowohl durch die Originalpartitur 
als auch durch den Originaltextdruck genau informiert. Beide Quellen sind auf das Jahr 1734 datiert. Bei der Komposition des Oratoriums ist Bach außerordentlich planvoll vorgegangen. Stets hatte er dabei das einheitliche Ganze im Auge. Dies lässt sich am deutlichsten anhand der Tonartengleichheit der Rahmenteile erkennen. Zudem erhält der letzte Teil einen überdimensional ausgefühten Schlußchoral, der aus einem quasi kadenzierenden Rezitativ aller vier Singstimmen unmittelbar hervorgeht. Das dieser und der erste Choral des Werkes auf die gleiche Melodie gesungen werden, weist auf die von Bach offenbar beabsichtigte thematische Verklammerung beider Teile. Die einzelnen Teile des Oratoriums sind so charakteristisch instrumentiert, dass dem Hörer die jeweilige Szene schon vom Klangbild her veranschaulicht wird. Am wirkungsvollsten gelingt Bach dies zu Beginn des II. Teils in der »Sinfonia«, die Albert Schweitzer wohl mit Recht als ein wechselchöriges Musizieren der Engel (Streicher und Querflöten) und Hirten (Oboen) gedeutet hat.
 
 

 

Pressestimmen zum Konzert

 

Neue Westfälische vom 27.12.2006

"Singtechnisch hatten Einstudierung und Aneignung, man nehme nur die sattelfest absolvierte Fuge 'Sicut locutus est', Format."

"Hartmut Sturm steht für eine - lobenswert unbefrachtete - romantische Musizierhaltung, die authentisch und der schieren Größe seiner Chorgemeinschaft angemessen ist."
 

 

"Die Choräle kamen in dramaturgisch zwingender Ausdruckshaltung zwischen beschaulich und drängend, dabei natürllich strömend und von gerundetem Klangreichtum erfüllt.
An Beweglichkeit, dynamischer und klangmimischer Abstufung fehlt es der Anderthalbhundertschaft der Sängerinnen und Sänger nicht. Außerordentlich die durch prägnanteste Artikulation erzielte Trenn- und Tiefenschärfe des Chorklangs."
 



 

"Beeindruckend die markant akzentuierte Freude des Eingangschores, ein Höhepunkt das mit Glanz und Gloria realisierte 'Ehre sei Gott in der Höhe'. Die hellen Stimmen der Bielefelder Singschul´ setzten mit dem ''Er ist auf Erden kommen arm' ein oboenselig durchtöntes Stimmungs-Glanzlicht."

 


 
Westfalen-Blatt vom 27.12.2006

"Bei Hartmut Sturm lag die musikalische Leitung in den Händen eines profunden Kirchenmusikers auf der einen und erfahrenen Animateurs großer Massen auf der anderen Seite. Beide Qualitäten verbanden sich in den Kantaten I bis III zu einem erbaulichen Hörbild, bei dem der Chor einmal mehr sein großes Stimmpotenzial klangschön und präzise leuchten ließ."
 

 

"Mit der Partitur und ihrer zum Teil halsbrecherisch polyphonen Satztstruktur vertraut, gingen die großen Chöre geschmeidig von der Kehle, derweil man in den Chorsätzen zu dezenter, einfühlsamer Ausdeutung fand."