|
|
Konzert Freitag, 28.10.2005 20:00 Uhr Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld "Messe in F-Dur" Johann Sebastian Bach BWV 233 "Psalmus hungaricus" Zoltán Kodály op.13 "Te Deum" C-Dur Anton Bruckner Ausführende: Cornelie Isenbürger, Sopran Eike Tiedemann, Alt Luca Martin, Tenor Christfried Biebrach, Bass Oratorienchor der Stadt Bielefeld Bielefelder Singschul´ Philharmonisches Orchester der Stadt Bielefeld Leitung: Hartmut Sturm |
|
![]() Johann Sebastian Bach |
Messe
in F-Dur Johann Sebastian Bach BWV 233 Bach komponierte die vier Missae brevis (jeweils nur aus Kyrie und Gloria bestehend) um das Jahr 1737 höchstwahrscheinlich im Auftrag eines böhmischen Reichsgrafen. Er benutzte viele Chöre und Arian aus Kirchenkantaten, die er entsprechend bearbeitete und neu textierte. Einzig in der Messe F-Dur sind Stücke zu finden, die für diesen Anlass neu komponiert wurden (Kyrie-Christe-Kyrie und "Gloria in excelsis"). Zu Unrecht wurden diese Werke nur selten aufgeführt. |
Psalmus hungaricus Zoltán Kodály op.13 Dieses Werk wurde 1923 komponiert, als Ungarn die dem 1. Weltkrieg folgenden Schwierigkeiten zu überwinden hatte. |
![]() Zoltán Kodály |
Teile Ungarns wurden durch die Friedensverträge an Rumänien, Jugoslawien und an die Tschechoslowakei abgetreten. Etwa die Hälfte der ungarischen ethnischen einheit - diese bestand fast 1000 Jahre - fand sich unter einer anderen Fahne wieder. Kodály bringt mit seinem Werk den Zorn und die Frustration der Nation zum Ausdruck, er benutzte dazu Worte aus Psalm 55, in Verse gebracht von einem barocken, ungarischen Dichter. Die leidenschaftliche Klage wird von einem solo-Tenor vorgetragen, unterstützt und kommentiert von Chor und Orchester. |
Te Deum Anton Bruckner Das "Te Deum", ein altkirchlicher, hymnischer Lobgesang, wurde |
|
als Text um 690 (!) zum ersten Mal vollständig aufgeschrieben. Seine Wurzeln gehen auf das 6. Jahrhundert zurück, einige Textteile sogar auf das 4. Jahrhundert. Die Legende nennt Ambrosius (333-397) und Augustinus (354-430) als Urheber. Zunächst über 900 Jahre einstimmig gesungen, wurde das "Te Deum" im Gefolge der allgemeinen Musikgeschichte mehrstimmig komponiert und für besonder festliche Anlässe zu Gehör gebracht. Bruckner komponierte sein "Te Deum" als einen persönlichen Ausdruck seiner Frömmigkeit, und das Werk gilt seither als künstlerischer Höhepunkt aller "Te Deum"-Kompositionen. |
![]() Anton Bruckner |
|
Pressestimmen zum Konzert
|
![]() |
Westfalen-Blatt vom 31.10.2005 "Hartmut Sturm setzte auf klare Linienführung sowohl in den melismenreichen Partien als auch der 'Cum Sancto'-Fuge und kann sich der makellosen Ausführung seiner Sängerschar gewiss sein." |
|
|
|
"Mit erhebender Schallkraft stimmte der Chor seinen Jubelgesang über Himmel und Erde an wie er andererseits in inniger Devotion die Menschwerdung Christi pries. Seraphiniche Schönheit erreichten Solovioline und harmonisch abgemischtes Solistenquartett beim 'Te ergo quaesumus', ehe die geballte Sängerschar das Werk im leuchtenden Jubel der Doppelfuge beschloss. - Eine großartige Leistung aller Beteiligten, die verdienterweise mit stürmischem Applaus honoriert wurde." |
|
|
|
Neue
Westfälische vom 31.10.2005 "Das Kyrie verband wohlgerundete Linienführung mit aufgehellt (die Bielefelder Singschul'!) feinem Glanz; dasGloria strahlte in dinglicher Artikulation innige Freude aus, inwendiger entwickelte die 'cum sancto spiritu'-Fuge ihren langen Atem." |
|
|
|
"'Feierlich mit Kraft', aber ohne Kraftmeierei, kultivierte der Chor Geschmeidigkeit und Rundung über die gesamte Klangspanne, gekonnte dynamische Terrassierung und beeindruckende Tonsicherheit bis ins extreme Aufkanten des 'Pleni sunt coeli'." "Der Oratorienchor hat sein Potenzial und Können dreifach höchst präsentabel unter Beweis gestellt und erntete dafür hochgestimmten Beifall." |
|